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Ein Park singt

Autorenbild: Chor Biesenthal
Chor Biesenthal
7. Sept.
3 Min. Lesezeit

Am Samstag, dem 5. September, haben sich insgesamt 18 Chöre zum vierten Sängerfest im Blumberger Lenné-Park zum musikalischen Spaziergang und Auftritten an 5 Stationen zusammengefunden. Die Veranstaltung wurde wie auch in der Vergangenheit dankenswerterweise von der Chorgemeinschaft Blumberg initiiert und durchgeführt.

Der Park ist wunderschön und bietet ein ganz besonderes Ambiente für ein solches Event. Die Blumberger haben wieder Kuchenstände mit einem großen und sehr leckeren Angebot organisiert. Und es konnten auch Bratwürstchen, Getränke und Kaffee erworben werden.

Zum Auftakt versammelten sich alle Chöre bei Sonnenschein und wenigen Wolken auf den Docemus-Campus-Stufen. Der Platz reichte gerade so aus. Die Vorstandsvorsitzende der Chorgemeinschaft Blumberg, Marianne Riesopp, eröffnete mit ein paar Worten und übergab an den Blumberger Chorleiter Oliver Gössel. Er dirigierte, und alle Chöre sangen gemeinsam „Dona nobis“ und „Banaha“. Beide Lieder wurden zu einem stimmgewaltigen Kanon aus 3 riesigen Gruppen. Das klang sehr schön! Als letztes Lied schmetterten wir alle zusammen noch „Kein schöner Land“ in den so malerisch vor uns liegenden Park.

Dann lösten sich das Konglomerat auf und zogen die Grüppchen in langen Kolonnen zur nächsten Station am Hexenberg, an der sich die ersten 5 Chöre präsentieren konnten. Die Blumberger Chorgemeinschaft hatte verdientermaßen den ersten Auftritt, gefolgt vom von unserem Chorleiter Georg Baumgärtner erst kürzlich ins Leben gerufenen und geleiteten Kinder- und Jugendchor Blumberg. Die Kleinen waren goldig und haben schon einiges gelernt. Georgs Frau Alena singt fantastisch und unterstützte diesmal die aufgeregten Kids mit ihrer schönen Stimme. Und die beiden älteren Sprösslinge der Familie Emil und Moritz trällerten fröhlich und entspannt. Da hatten die Eltern allen Grund, stolz zu sein. Wir haben uns auch sehr darüber gefreut.

Inzwischen waren dunkle Wolken aufgezogen und ergoss sich auf die tapfer weitersingenden Chöre dieser Station immer wieder Regen. Glücklicherweise dauerten die Schauer nur kurze Zeit, und nur einer war ergiebig. Die Zuhörer suchten unter den Bäumen Schutz, während sich die Chöre nicht beirren ließen. Und schon rissen die Wolken wieder auf und trocknete die Sonne feuchte Kleidung.

Die Chöre der nächsten Station an der vielstämmigen Kastanie hatten Glück mit dem Wetter und blieben trocken. Für die Chöre an der darauffolgenden Station an den drei Eichen stellte sich mit aufkommendem Wind und heftigen Böen eine neue Herausforderung ein. Die Noten der Dirigenten wurden weggeweht wie auch der Gesang. Die Sänger gaben alles. Zum Glück wurde ein so tolles Programm geboten, dass das Publikum mitgerissen und zum Teil mitgesungen werden konnte. Die Chöre wurden mit entsprechendem Beifall gefeiert.

Es folgte die Station am Karpfenteich, wir warten zeitlich stark im Verzug. Die Wolken verdichteten sich, das Publikum schrumpfte merklich. Wir hatten noch zwei Männerchöre vor uns, die die schwierige Situation hervorragend meisterten. Sie bezogen die Zuhörer gekonnt mit ein, so dass wir die Refrains bei bester Laune zusammen sangen. Endlich waren wir dran. Wir präsentierten „Jikelema“, und es wurde stürmisch. Bei „Es führt über den Main“ tröpfelte es schon und hatten wir schon die Kapuzen auf. Es war nicht mehr möglich, uns in der Chorkleidung ohne Jacken zu präsentieren. Wir schafften noch, erstmals vor Publikum „Can’t help falling in love“ zu singen. Das gelang uns richtig gut, obwohl die Bedingungen wirklich übel waren. Und mitten in „Singen gibt dem Leben“ Sinn mussten wir abbrechen. Der letzte Chor Jubilate kam nicht mehr zum Zuge. Und auch das Abschiedssingen auf den Docemus Campus-Stufen fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser.

Es war ein richtiges Unwetter mit Starkregen aufgekommen. Alle noch Anwesenden suchten ihre Sachen zusammen und flüchteten in Richtung Parkausgang. Wir waren an diesem Punkt am weitesten weg vom Ausgangspunkt und hatten einen entsprechend langen Weg vor uns. Die Wege verwandelten sich binnen kürzester Zeit in Schlamm, und es ergossen sich ungeheure Wassermengen. Völlig durchgeweicht rannten also alle auseinander und löste sich die Veranstaltung chaotisch auf. Ganz Blumberg war von den Autos der Besucher zugeparkt, so dass viele von uns weitere Strecken zu den Fahrzeugen zurücklegen mussten. Die Straßen standen unter Wasser, es strömte über unsere Füße nur so hinweg. Diese denkwürdige Veranstaltung wird uns definitiv in Erinnerung bleiben.

Und trotzdem war es ein schöner Tag und eine Freude, so viele Menschen, große und kleine, ganz junge und viele schon in hohem Alter, mit solcher Leidenschaft singen zu hören und zu sehen. Wir haben wunderbare Darbietungen gehört. Außerdem haben wir inspirierende Eindrücke zum doch immer wieder überraschend divergierenden Repertoir und zur Art und Weise der Darbietung mitnehmen können.


 


 
 
 

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