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... nach der Sommerpause

  • Autorenbild: Chor Biesenthal
    Chor Biesenthal
  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit
Einsingen vor der Kirche in Danewitz
Einsingen vor der Kirche in Danewitz

 

 

Wir haben die Proben am 17. August wieder aufgenommen und zunächst unseren Auftritt zum Erntedankfest im Rahmen des Gottesdienstes in der Danewitzer Kirche vorbereitet. Am 29. August war es dann auch gleich so weit und konnten wir zum Saisonauftakt von der besonderen Akustik der Kirche profitieren.

Von der Empore aus hatten wir den besten Blick auf den geschmückten Spendentisch und konnten sowohl die Worte des Pfarrers Christoph Brust als auch die Musikdarbietungen der Bläser besonders gut verfolgen.

Der Herr Pfarrer vermochte alle in der Kirche Anwesenden gekonnt daran zu erinnern, dass wir Grund zur Dankbarkeit haben. Es stimmte nachdenklich, sich zu verdeutlichen, wie wenig in viel schlechteren Zeiten ausreichte, um glücklich zu sein. Wir vergessen alle viel zu oft, wie gut es uns geht und dass wir alles haben, um ein glückliches Leben führen zu können. Glücklich machen eben gerade nicht die materiellen Dinge, die in der Gegenwart so erstrebenswert erscheinen. Glücklich können wir nur sein, wenn wir inneren Frieden finden, dankbar sind für das, was uns gegeben ist und uns im sozialen Umfeld mit anderen Menschen verbinden können. Dankbarkeit ist der Schlüssel zum Glück.

Wir erleben es oft im Chor mit der gemeinsamen Leidenschaft des Singens, des Verschmelzens unserer ganz verschiedenen Stimmen zu einem harmonischen Klang einer Melodie. Dies verbindet uns und macht glücklich. Und wir sind sehr dankbar dafür, uns in dieser Gruppe und so einen tollen Chorleiter gefunden zu haben. Singen gibt dem Leben einen Sinn. Mit diesem Lied begannen wir dann auch.

Das Thema der Dankbarkeit zog sich durch den Gottesdienst. Wir waren verwundert, als sich unsere Altistin Ingeburg Willert erhob, die Empore hinabstieg und vorübergehend aus unserem Blick verschwand. Kurze Zeit später bat der Pfarrer sie zu sich nach vorn und dankte ihr ganz explizit. Denn nach 20 Jahren ihrer Tätigkeit als Gemeinde-Kirchenratsälteste bat sie aus sehr persönlichen Gründen um Enthebung von diesem Amte. Ihren Worten zufolge möchte sie diese Funktion nicht mehr ausüben, weil sie den angemessenen Respekt und Anstand im Umgang miteinander zunehmend vermisst. Und mit über 80 Jahren hat sie sich ganz bestimmt lange genug für die Gemeinschaft engagiert. Sie wurde mit einem Blumenstrauß und einem Geschenk vom Pfarrer und mit Applaus von allen in der Kirche Anwesenden zurück zu uns in den Chor entlassen.

Inhaltlich kehrten wir dann mit den Worten des Pfarrers zurück zur Fülle der Ernte, die wir in dieser Jahreszeit erleben und von der wir Menschen über den Winter leben. Zumindest war es früher so, als die Früchte noch nicht um die ganze Welt reisten und man sich von den regionalen Produkten ernährte, die eben saisonal verfügbar waren. Die Felder sind in unserer Gegend schon zu großen Teilen abgeerntet. Kein schöner Land in dieser Zeit – das Lied passte.

Die Stunde verging wie im Flug. Wir sangen noch „Es führt über den Main eine Brücke aus Stein“, was uns diesmal sehr viel besser gelang als in der evangelischen Kirche in Biesenthal vor der Sommerpause.

Wir beendeten den Gottesdienst mit dem in unserem Repertoire brandneuen Gospel „Give us peace“ und waren selbst überrascht, wie schön es in der Kirche klang. Und wieder einmal verabschiedeten wir uns glücklich und dankbar voneinander mit dem zufriedenen Gefühl, das sich unsere Proben auszahlen.

Nächstes Wochenende geht es weiter und werden wir wieder berichten…



 
 
 

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